
Seinen größten sportlichen Erfolg feierte der 17-jährige Christian Ache vom VfL Münster REACard Triathlon Team in der Hauptstadt Litauens. Beim Triathlon Junioren-Europa-Cup über 750 m Schwimmen / 21 km Radfahren und 5,1 km Laufen siegte er mit rund 10 Sekunden Vorsprung auf den Amerikaner Isaac Lambrecht und Henry Haag aus Bremen. Nach seinem 5. Platz beim Europa-Cup in Olsztyn (Polen) am Anfang der Saison war der Sieg nun das i-Tüpfelchen auf eine sehr erfolgreiche Saison. Nach dem 2. Platz beim 2. Bundesliga-Rennen in Trebgast und dem Sieg beim Rennen in Nürnberg hat Christian ein weiteres Mal gezeigt, dass er zu den besten Junioren in Deutschland zählt. Neben seinem Kaderstatus im Landesverband gehört er auch dem Nachwuchskader 2 der Deutschen Triathlon Union an. Durch seinen 6. Platz bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften und dem 20. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Elite in Dresden wurde er von Bundesnachwuchstrainer Frank Heimerdinger für das Rennen in Litauen nominiert. Als einer der wenigen Top-Leute in dieser Altersklasse lebt Christian noch im Elternhaus und geht auf ein „normales“ Gymnasium in Hanau. Die meisten anderen Topathleten leben an den vier großen Stützpunkten (Nürnberg, Freiburg, Potsdam oder Essen), wo die Schule auf den Sport abgestimmt ist. Er trainiert bei seinem Laufverein SSC Hanau-Rodenbach und am Hessischen Landestützpunkt Münster-Dieburg bei seinem Heimatverein VfL Münster. Viele der Trainingseinheiten absolviert er zusammen mit Vereinskollege Lukas Bugar (ebenfalls Junior und vom VfL Münster). Ohne die Unterstützung der Eltern und aller Trainer (Andreas Kropp, VfL Münster; Frederik Kraus, Landestrainer Hessischer Triathlon Verband; und Sascha Arndt vom SSC Hanau-Rodenbach) wären solche Leistungen nicht möglich. Rund 20 Stunden Training absolviert der 12. Klässler neben der Schule in der Woche. Sicherlich wird man von Christian in der Zukunft noch viel hören.
Wie das Rennen im Baltikum genau verlief, schildert Christian so:
„Ich hatte ein ziemlich gutes Schwimmen bei schweren Bedingungen. In der ersten Wechselzone habe ich erst meinen Helm nicht schnell zu bekommen, aber dann habe ich auf dem Rad hart gearbeitet – etwas mehr als 2,5 Runden von 4 –, und hatte dabei aber nicht die besten Radbeine. Wir konnten dann erfolgreich die Lücke von etwas mehr als 30 Sekunden zu den vier Führenden schließen. Und als es aufs Laufen ging, bin ich mit einem sehr guten zweiten Wechsel als Zweiter rausgelaufen und habe direkt die Führung übernommen und bin 5 km solo gelaufen in 14:39 Minuten, mit 12 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Isaac Lambrecht aus den USA und Henry Haag aus Bremen. Ich bin auf jeden Fall mehr als zufrieden damit und hätte auch nicht damit gerechnet heute.“
Sein Rennen in Zahlen:: 750m Schwimmen (11:06min.) / 22 km Radfahren (30:32min.) / 5,1 km Laufen (14:39min.)
