Freilingen/Westerwald. Mit einem starken dritten Platz ist die erste Damenmannschaft des VfL Münster REACard Triathlon Teams in die Saison der 2. Triathlon-Bundesliga Süd gestartet. Beim Löwentriathlon in Freilingen im Westerwald zeigte das junge Team am Samstag, 30. Mai, eine geschlossene Mannschaftsleistung und wurde dafür mit einem Platz auf dem Podium belohnt.
Noch am frühen Morgen hatten Regenwolken über dem Postweiher gehangen, doch pünktlich zum Start zeigte sich die Sonne und sorgte für beste Wettkampfbedingungen. Der traditionsreiche Löwentriathlon wird rund um den Postweiher in Freilingen ausgetragen. Die Athletinnen und Athleten erwartet dabei ein anspruchsvoller Sprinttriathlon mit 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen. Die wellige Radstrecke und die Laufpassagen durch die Wälder rund um das Strandbad gelten als durchaus fordernd.
Ihren ersten 2. Bundesliga hatten im jungen VfL Münster REACard Team Malu Zewe, Emilia Tesche und Hannah Wöll. Mit Paula Auschill hatten sie eine erfahrene Bundeliga-Athletin des VfL an ihrer Seite. Vom ersten Moment an herrschte innerhalb der Mannschaft eine hervorragende Stimmung. Auch die neuen Einteiler des VfL Münster REACard Teams fielen vielen Zuschauern positiv auf.

Sportlich lief es von Beginn an hervorragend. Paula Auschill, Malu Zewe und Emilia Tesche positionierten sich bereits im Schwimmen in der Spitzengruppe und behaupteten sich anschließend sowohl in der ersten Radgruppe als auch auf der Laufstrecke. Hannah Wöll geriet beim Aufstieg aufs Rad kurz ins Straucheln, nachdem es in der dicht besetzten Wechselzone etwas hektisch geworden war. Sie blieb jedoch unverletzt, konnte das Rennen fortsetzen und beim abschließenden Lauf noch zahlreiche Plätze gutmachen.
Mit den Einzelplatzierungen vier (Malu Zewe), zehn (Paula Auschill), 19 (Emilia Tesche) und 35 (Hannah Wöll) sicherte sich das Team hinter My Post-SV Tübingen und dem SV Würzburg 05 einen ausgezeichneten dritten Rang in der Mannschaftswertung.

Nur 30 Minuten nach den Frauen gingen die Männer der Regionalliga Mitte an den Start. Auch hier präsentierte sich der VfL Münster mit einer sehr jungen Mannschaft. Neben den erfahrenen Mauritz Ehry und Justus Girg gehörten mit Bogdan Prokhorov, Elias Menda und Adrian Bugar gleich drei Athleten des Jahrgangs 2010 zum Aufgebot, die in dieser Klasse erstmals Wettkampferfahrung sammelten.
Eine besondere Herausforderung meisterte dabei Mauritz Ehry. Der erfahrene VfL-Athlet war nicht nur als Starter der Regionalligamannschaft im Einsatz, sondern betreute auch die Bundesliga-Damen.
Justus Girg erwischte einen perfekten Start und kam gemeinsam mit Tim Mignon vom DSW Darmstadt als Erster aus dem Wasser. Beide setzten sich anschließend auf dem Rad zunächst deutlich von den Verfolgern ab. Auch die übrigen VfL-Starter überzeugten mit starken Schwimmleistungen. Sie könnten wesentliche Arbeit in der ersten großen Radgruppe übernehmen.
Weniger Glück hatte Elias Menda. Ähnlich wie zuvor Hannah Wöll geriet er beim Radaufstieg in Schwierigkeiten und verletzte sich dabei am Oberschenkel. Im weiteren Rennverlauf musste er den Wettkampf leider vorzeitig beenden. Dadurch erhöhte sich der Druck auf die verbleibenden vier Athleten. Besonders für Bogdan Prokhorov, der nach einem Unfall sein erstes Rennen absolvierte, und Adrian Bugar, der kurzfristig für einen ausgefallenen Teamkollegen eingesprungen war und aktuell mit Laufproblemen zu kämpfen hat.
Trotz dieser schwierigen Ausgangslage kämpfte sich das Quartett geschlossen durch den Wettkampf. Justus Girg belegte am Ende einen starken vierten Platz, Mauritz Ehry wurde 14., Bogdan Prokhorov 18. und Adrian Bugar erreichte Rang 55. In der Mannschaftswertung sprang damit ein sehr respektabler sechster Platz heraus.
Für zusätzliche Motivation sorgte die große Unterstützung am Streckenrand. Zahlreiche Eltern, Geschwister, Vereinskollegen sowie Austauschschüler waren in den Westerwald gereist und feuerten die VfL-Athletinnen und Athleten lautstark an. So wurde der Bundesliga-Auftakt nicht nur sportlich, sondern auch atmosphärisch zu einem gelungenen Erlebnis für das gesamte Team.
